knabstrupper-af-hyldgard
  O- Ritte
 
17.Juli 2011 Orientierungsritt in Bad Windsheim
Um 6.00 Uhr war aufstehen angesagt, damit wir um 7.45 die Pferde verladen konnten und uns 15 Minuten später mit meiner Freundinn treffen konnten, der ich schnell beim Verladen ihres Pferdes helfen mußte. Da alle Pferde problemlos in den Hänger gehen, führen wir 8.05 los. Das Wetter machte uns etwas Sorgen, da Regen gemeldet war. Momentan hielt es aber noch und es war zwar kühl und bewölkt, aber trocken. Wegen meiner blöden Armverletzung konnte ich nicht starten und hab mich entschlossen den Tuniertrottel zu spielen. Gut angekommen, die Pferde raus und ich habe die Meldungen übernommen und so konnten die Drei pünktlich losreiten. Meine zwei Damen (Floh und Pie) waren am Hängerplatz auch cool, war über Floh recht erstaunt, da es für sie das erste Tunier war. Im Stall warteten schon die vierbeinigen Zuschauer.



In der Halle verlies meine Tochter kurz der Mut, die erste Übung war die Pferde in ein Stangendreick einzuparken und innen zu wenden, ohne dass eine Stange zu Boden fiel. Pie hats super gemacht, Tochter strahlte. Floh bekam etwas die Nervenkrise und meine Freundinn die Floh immer reitet auch, für sie war es auch das erste Tunier. Bei der zweiten Station *Teller umräumen* war die erste Aufregung aber vorbei und Floh und Pie gingen brav an die Biertische mit Geschirr. Daniela mußte Sportlichkeit beweisen, da Floh ja doch recht groß ist. Danach ging es gleich ins Gelände.


Bernd und ich führen zu Mittagstopp. Ich war natürlich total aufgeregt ob alles geklappt hat, schließlich war weder Pie noch Floh jemals auf einem O-Ritt und die Reiterinnen auch nicht. Das einzige Paar mit reichlich Erfahrung war meine Freundin Marita, mit der ich früher öfters gestartet bin.
Meine Sorgen haben sich dann aber erledigt, als alle Drei glücklich ankamen. Ich ging dann meiner Verpflichtung als Tuniertrottel nach und hab die Pferde gehalten, bis die Mädels gegessen hatten.




Das Wetter hat noch gehalten und wir führen in den dortigen Stall zurück und haben dort gewartet. Kurz bevor sie dort ans Ziel kamen, fing es zum tröpfeln an und bei der letzten Station hat es dann geregnet. Erste Übung im Stall war, das Pferd in einem Stangenviereck zu parken, abzusteigen, mit der heubeladenen Schubkarre außenrum fahren und dann von rechts aufsteigen, natürlich auf Zeit.

Anna-Lee auf Pie, die natürlich wieder am verhungern war und der Schubkarre nach ist, blieb aber im Viereck und
Daniela mit Floh, die weniger verfressen ist, dafür aber groß ..




In der Halle war dann die vorletzte Station, hier mußten von der einen Seite Bilder von Schauspielern genommen werden und an der anderen Wäscheleine zum passenden Filmhintergrund gezwickt werden.



Letzte Übung fand ich echt heftig. Durch eine einge Flattergasse durch, dabei Rad fahren und rechts das Pferd führen und links den Regenschirm halten. Aber auch das ging, ich fands aber trotzdem gefährlich und gab auch den Mutterbefehl, dass sie beim geringsten Zucken des Pferdes abbrechen sollen.

Marita hat erst mal geübt



Dann hat Anna und Pie es gewagt, der Wind war so stark, das es Anne-Lees Schirm gleich mal weggeweht hat und das eine Hinderniss kippte



Floh hats nach dem zweiten Anlauf auch super gemacht und dass, obwohl sie Regenschirme gar nicht mag


Dann fings so richtig zum Regnen an und wir haben die Pferde schnell eingeladen und fuhren nach Hause. Dank meines GPS wußten wir, dass es ganu 18km Strecke waren. Die Reitzeit betrug gute 3 Stunden und mit den Stopps waren es ca. 4 Stunden. Abends gabs dann die Siegerehrung. Marita wurde 8. von 75 Startern und meine Zwei waren im Mittelfeld, fand ich echt super. Ich war etwas neidisch, da ich ja nicht starten konnte. Was mir besonders gefällt, ist dass ich nun meine Tochter und Daniela mit dem O-Ritt Fieber angesteckt habe. Somit wären wir wieder ein Viererteam



18. September 2011 Orientierungsritt in Weiher
Diesmal startete Daniela auf Floh mit Marita auf Chicco und Anna-Lee auf Pie mit Sofie auf Luna.
Die Anfahrt war schon etwas chaotisch, da der Stall nicht beschildert war und die Einfahrt auch etwas seltsam zu finden war. Da es die ganze Nacht geregnet hatte, war der Hängerplatz auch extrem matschig, so dass wir gleich mal stecken blieben und die Pferde ausladen mußten. Ich spielte wieder den TT und erledigte die Anmeldung, wobei es ein ziemlich langer Weg war, aber schadet ja nicht. Pünklich zum Start regnete es dann in strömen und ich war diesmal nicht neidisch, dass ich nicht mitreiten konnte. Die Strecke muß auch nicht besonders schön gewesen sein, nur Schotterwege und nur 4 Stationen, was einen dann doch recht eintönig erscheint. Unsere Leute waren etwas genervt und haben dann auch abgekürzt, was erlaubt war. Mittagstopp gab es leider auch keinen und so kamen die 4 halb verhungert und pitschnass wieder an. 
Die Entschädigung war dann ein 1. Platz für Marita und Daniela und der 12. Platz für die Mädels. Die Mädels waren zwar etwas entäuscht, ich fands aber super, zudem sich Pie und Luna noch nicht kannten und so zeitweise etwas zickten und Pie dann sowieso ungewohnt nervös war, da sie lieber bei Floh laufen wollte. Für Luna und Sofie war es auch der erste O-Ritt. Bei der Siegerehrung gab es zwar tolle Preise, aber trotzdem war der Ritt nicht so toll organisiert und teilweise kam man sich etwas unerwünscht vor und mußte sich überall durchfragen. Auch am Start, entlang einer Hauptstrasse fehlten mir die Warnschilder oder *Aufpasser* und 4 Stunden reine Reitzeit ohne eine kleine Vesper zwischendrin find ich auch nicht gut. Da könnte man einiges verbessern.
Abendessen war gut, wobei hier auch wieder der Witz war, dass meine Tochter wegen der zwei Pappteller angemault wurde, das jeder nur einen bekommt und sie den Zweiten, den sie unterlegte, damit der angweichte Teller sich nicht biegt,  doch bitte wieder zurückbringen solle. Die Grillmeister waren aber sehr nett, die entkräfteten dann auch gleich die Regel, dass man entweder nur Fleisch mit Brötchen oder Fleisch mit Salat bekam und so wurde uns gestattet, Steak mit Salat und Brötchen zu essen, zumal ja reichlich vorhanden war und wir seit 6.00 früh, wie viele andere eben auch noch nichts zum Essen hatten! Fairerweise muß man noch sagen, dass der Stallchef sehr nett war und die Stationen lustig. Trotzdem werden wir dort wohl nicht mehr starten.
Bilder gibt es nur vom Start, da meine Kamera aufgegeben hat.



12.05.12 O-Ritt in Rehdorf
Stall Schlendrian





Puhh... nach 10 Jahren O-Ritt Pause bin ich dann doch mal wieder gestartet. Diesmal mit meiner Tochter auf Pie und ich habe meine Basti geritten, für sie war es der erste O-Ritt und überhaupt das erste mal in fremden Gelände. Meine Aufregung wurde von der Vorfreude übertönt, denn Rehdorf ist mein altes Reitgelände in dem ich 9 Jahre lang mit Eline unterwegs war. Startzeit war 9.00 Uhr. Da sich die zwei Damen problemlos verladen lassen waren wir auch pünktlich da. Zwischenstopp bei Marita um ihr schnell die hintere Stange einzuhängen und um zusammen zu fahren. Marita hatte eine Unbekannte Partnerin, da Daniela ausgefallen ist.


In Rehdorf angekommen zeigte sich Basti echt cool, satteln am Hänger, fremde Pferde, laufen zum Stall- alles kein Problem. So kamen wir kurz darauf mit den gesattelten Pferden zum Start und wurden erst mal mit unserer Startnummer am Pferdepopo versehen und fotografiert- das Foto bekamen wir am Abend bei der Siegerehrung als Andenken. Marita traff auf ihre Partnerin, ein nettes Mädel namens Lisa aus dem Stall.





Die erste Aufgabe ohne Pferd: über einen Baumstamm balancieren und einen Ball in einen Basketballkorb werfen. Gleich mal bei der ersten Aufgabe haben wir total versagt, werfen und zielen ist weder das meiner Tochter noch kann ich das, ich hab immer gegen die Wand getroffen, hätte nur weiter weg gemußt, aber das fällt einen erst später ein.

Zu Fuß ging es los, gleich zur Aufgabe 2: ein 500gr. schweres Stück von einem Baumstamm absägen. Ich hab alleine in Rekordzeit gesägt, nur war ich wirklich so blöde und hab irgendwie an 50g Wurst gedacht und echt 62g Holz abgesägt- gab natürlich auch 0 Punkte, mein Fehler ist mir erst an der Heimfahrt aufgefallen. 2 von 2 Aufgaben schon mal vermasselt.


Aufgabe 3: Auf der Wiese vor dem Roundpen mussten wir auf einem Brett ins Gleichgewicht kommen und 5 Sekunden halten können. Die Pferde hatten wir dabei an der Hand. Yippiee, das haben wir sogar geschafft. Auch das Aufsteigen mit einem Wasserball konnten wir erledigen. Anna-Lee hat ihn hinten in ihre Jacke gestopft und ich am Stöpsel in den Mund genommen.

Weiter gings zum Round Pen, zunächst ging es durch Bälle, anschließend musste man einen Klappersack nehmen und ein Stück ziehen, durch einen Flattervorhang reiten, an Regenschirmen vorbei, über einen Stangendreieck und über einen Teppich. Beide Pferde mussten den Parcours jeweils einzeln absolvieren. Ich habe mit Basti angefangen, die Nudel wollte erst nicht zum Zaun um den Klappersack zu holen- könnte ja irgendwo Strom sein *seufz* - hat dann aber doch geklappt und sie hat wirklich alles brav gemacht. Bei Pie haben wir den Klappersack weggelassen, auf den reagiert sie echt hysterisch. Pie hat sich auch so durchgemogelt, aber ganz geheuer war ihr das nicht.
So, das hat ja dann doch alles noch ganz gut geklappt und wir konnten losreiten. Markiert war mit Kalk und die Strecke ging wirklich über meine alte Reitrunde. Zunächst ging es durch das Dorf, durch den Bahntunnel. Am Löschweiher fand auch gleich mal eine Feuerwehrübung statt, die pumpten diesen gerade etwas leer, warum sollten wir noch erfahren.  Dann ging es an den Bahnschienen entlang. Da kam uns erst mal ein Zug von hinten und kurz drauf ein Güterzug von vorne, wie erwartet blieben die Pferde cool, aber das wußte ich noch von früher, dass sie Züge irgendwie nie stören.

Kurz darauf kam schon der erste Stopp Unterwegs. 2 Aufgaben waren zu bewältigen: Ringstechen und Wasserschöpfen.

Ringstechen: Jeder Reiter hatte 3 Versuche, die Gangart konnte man frei wählen, wobei es im Trab mehr Punkte gab als im Schritt. Ich hab natürlich wieder nur einen Ring getroffen und Anna-Lee keinen, also wieder keine Übung für uns.
Beim Wasserschöpfen musste der erste Reiter einen Eimer nehmen, über Stangen und um Pylonen zu einer großen, grünen Regentonne reiten, Wasser schöpfen und mit dem Eimer zurück zu einem Tisch reiten. Auf dem stand ein roter Eimer, in den man das Wasser schütten musste. Basti ging souverän zur Tonne, ich den vollen Eimer geschöpft, vor getrabt und nix verschüttet und beim Ausleeren hat mein Arm geschnackt (hatte ich mir letztes Jahr die Bizepssehne gerissen) und ich hab den Eimer schlagartig ausgekippt und natürlich schwappte alles aus dem anderen raus. Anna-Lee hat es besser gemacht.

Weiter zum 2. Stopp. Ich musste Pferderassen erraten und Anna-Lee musste sie ihren Herkunftsländern zurordnen indem man die Nummern an die Landkarte pinnte. Nicht einfach für meine Tochter und auch ich hätte unsere Knabbis eher als Appaloosas eingeordnet. Aber da haben wir doch ein paar Punkte gemacht.

Nächste Aufgabe: Mitten im Wald standen 4 Strohballen und man musste erkennen, um welche Sorten es sich handelt. Bei den ersten 2 Ballen waren wir uns sicher, bei den 2 letzten haben wir Chico entscheiden lassen, was Roggen und was Weizen ist, denn Roggen mögen Pferde nicht. Dank Chico hatten wir alle 4 (Gerste, Hafer, Roggen und Weizen) richtig. Kurz darauf erreichten wir auch schon den Mittagsstopp, an dem es für uns eine Wurstsemmel und Getränke gab. Wir mussten getrennt einen Fragebogen beantworten. Sowas liegt mir  bis auf *schildern* wußte ich alles und für Anna-Lee gab es einen Kinderbogen, dass fand ich total süß.

Beim nächsten Stopp mussten beide Reiter vom Pferd aus Nägel in einen Balken schlagen. Da bekam Basti die Krise, als Pie Richtung Balken lief und ich hab ewig gebraucht um Hammer und Nagel zu erwischen und stand dann auch noch so blöd im Gestrüpp, dass ich mit aller Mühe einen Nagel rein brachte. Anna-Lee hat ihren leider schief gekloppt, was keinen Punkt gab. Aber für ein 13 jähriges Mädel auch schwer.

Auf dem Weg zum vorletzten Stopp mussten wir noch eine Textaufgabe lösen, das war Anna-Lees Stärke. Am letzten Stopp kurz vorm Ziel wurde uns dann noch mal etwas mulmig. Wir mussten auf ein Floß, mit diesem zu einem "Stier" paddeln und möglichst viele Hullahoopreifen über den Stier werfen. Ich hatte echt bedenken, dass das Floß unter geht wenn ich drauf bin und Anna-Lee die volle Panik ins Wasser zu fallen, da sie eh schon Halsschmerzen hatte und den ganzen Ritt über Salbeitee aus der Thermoskanne trank. Gekentert sind wir zum Glück nicht, aber getroffen haben wir auch nichts

und den Holzkopf sollten wir treffen






und *Danke* an die Mädels, die so schön unsere Pferde gehalten haben, während wir verzweifelt auf dem Floss umhergeschippert sind

Bevor wir wieder heimfahren konnten, mussten wir die Übungen am Reitplatz noch absolvieren: Zunächst über eine Plastikplane (die in einer Gasse mit Luftballons lag), über einen Stangenfächer, in einen Wendehammer (geschmückt mit Allerlei gefährlichen Sachen). Nach den aufregenden Übungen (die beide super gemacht haben) bekamen die Pferde eine Belohnung im Form eines Apfels, den sie sich allerdings erst aus einem Wassereimer fischen mussten. Den wollten unsere sonst so verfressenen Mädels aber nicht.
An der letzten Aufgabe musste man eine Kuhglocke von einer Vogelscheuche nehmen, sie um den Hals des Pferde hängen, zu einer Glocke reiten, diese klingeln und die Kuhglocke zurück zur Vogelscheuche bringen. Sogar das haben unsere Beiden super gemacht und Marita hat Anna-Lee etwas geholfen.









Insgesamt waren es 11 km, unterwegs waren wir ca. 3 1/2 Std. 38 Teams waren am Start. Die Strecke war schön gewählt mit schönen Wegen, die Markierung war super. An jedem Stopp gabs ausreichend viele Helfer, die immer sehr nett waren. Sogar die Feuerwehr wurde mit eingespannt! Sebastina und Pie waren super, aber wir müssen unbedingt zielen üben Am Abend fand die Siegerehrung mit einem Grillabend statt, ich hab noch ein paar alte Bekannte getroffen. Die Reiter hatten einen Essensgutschein bekommen und konnten lecker Salat und Steak oder Bratwürste essen. Wir haben den letzten Platz belegt mit einem anderen Paar zusammen, meine Tochter war sehr traurig, sie dachte mit mir kommt sie weit nach vorne, weil ich immer alle Fragen weiß und früher auf Eline echt gut war. Sie hatte ja schon die Strategie, dass ich alles beantworte und sie die sportlichen Sachen übernimmt- tzja mit den einen Fragebogen konnte ich auch nichts retten, aber mir wars egal. Ich war total stolz auf Basti, die hat das super gemacht und dass wir nicht treffen können, da sind die Pferde ja nicht schuld dran. Und vieles ist für ein Kind einfach auch schwer, aber Hauptsache es macht Spaß und den hatten wir.



17.06.2012 O- Ritt Reitverein Bad Windsheim
Da für diesen Sonntag 32 Grad gemeldet wurden haben wir uns entschlossen möglichst zeitig zu starten. Also um 7.00 Uhr die Pferde geholt und eingeladen und schnell bei Marita vorbei. Glücklicherweise hab ich doch meine Jacke angezogen, denn das heiße Wetter kam nicht, im Gegenteil- zeitweise hat es getröpfelt aber zum Reiten ideal.
In Bad Windheim wurden wir wieder winkend auf der Hauptstrasse empfangen und zum Hängerparkplatz gewiesen, da steigt gleich die Laune, wenn man so lieb empfangen wird.


Haben dann ausgeladen, uns gemeldet und gesattelt und wie immer ist der 1. Stopp in der Reithalle.


Dort standen Plastikbecher auf Mülltonnen und der Bande  verteilt und man mußte möglichst viele in einer bestimmten Zeit einsammeln. Die 5 auf der rechten Bande erwischte ich noch, die auf der kleinen Mülltonne standen mir zu weit unten (bin unsportlich) und so ritt ich zu denen auf der grünen Papiertonne, an die kam ich einigermaßen ran. Als die Zeit um war, hab ich gesehen, dass auf der anderen Bande auch noch welche standen *haarerauf*. Anna-Lee hat das besser gemacht und Marita hatte den Ponyvorteil .


Dann ging es wieder über die Brücke ins Gelände, ich finde ja, dass die Brücke schon 15 Punkte abgeben sollte. Die Strecke ist aber herrlich, lauter Wiesenwege und ich bin auf Basti noch nie so viel galoppiert.
Am zweiten Stopp mußten wir dann die Schweiflänge unserer Pferde schätzen, zuerst tippte ich auf 1,10m und dann hab ich dummerweise mit Rechnen angefangen. Basti Stockmaß 1,47 und hab dann 1,30 gesagt- war natürlich zu lang. 1,16m wäre ihrer gewesen- also keine Punkte, Anna-Lee lag auch daneben und Marita war wieder richtig.
Dann mußten wir noch rausfinden, was wir nach dem zweiten Stopp sehen, das war eine Biogasanlage.
Beim nächsten Stopp mußten wir Zettel mit einer Aufgabe ziehen, die wir am Mittagsstopp erfüllen mußten. Tochter mußte ein Kinderlied singen, Marita ein Gedicht mit vorgegebenen Wörtern dichten und  ich ein Selbstporträt von mir und Basti zeichnen.

Der vierte Stopp war dann glaube ich der Fußballstopp, wir sind mal Ole-singend hingeritten und hatten uns ja unterwegs schon sämtliche Fußballsachen überlegt, da ja gerade die EM ist. Dabei hatten wir ein Fußballbildchen und da sollten wir nun wissen in welchen Heimatverein der Spieler spielt- ähm... nur bei meinem lagen wir richtig. Dann noch unsere Gegner, dass schafften wir gerade noch und übel war natürlich wann wir das letzte mal Europameister waren und gegen wenn- das weiß ich bis heute nicht ... aber die Jungs am Stopp sahen übrigens klasse aus.


Wir mußten dann noch durch ein Tunnel unter der Strasse durch, das war so eine Betonröhre, die mit Blech verkleidet war, ansich nicht schlimm, nur die Hufeisen unserer Pferde haben dermaßen geklappert, dass hörte sich urplötzlich an, als ob ein Schrottlaster abgekippt wird, Marita und ich hatten Mühe unser Pferdchen zu halten. Dafür ging es dann wieder auf herrlichen Wiesenwegen weiter.

Der 5. Stopp bestand darin, dass wir mit einem Tennischläger, auf welchen wir einen Ball balancierten um Pylonen herum ritten. Wer es noch schaffte am Ende abzusteigen, ohne dass der Ball herunter fiel bekam extra Punkte. Oh,Wunder- das habe ich sogar geschafft.

Dann kam der Mittagstopp, die Aufgabe dort war ansich leicht... rückwärts auf das Pferd setzen und durch ein Stangen U reiten. Marita hats super gemacht und dann kam eine Gans kreischend um die Ecke und aus war es, weder Basti noch Pie gingen auch nur einen Schritt weiter. Zudem plätscherte rechts ein Bach ein Wehr runter- schrecklich. Haben es dann lieber gelassen und uns umgehend den Bratwurstbrötchen gewidmet und das Gedicht vorgetragen, das Lied gesungen und ich hab mein Eigenporträt gemalt.


7. Stopp, hier mussten wir aus Pylonen Gerten heraus ziehen und das ganze im Trab. Ich war natürlich wieder lustig. Irgendwie habe ich überhört, dass man die Gerten wegwerfen kann und so habe ich sie alle schön gehalten. Anna-Lee und Marita müssen mir zugerufen haben, dass ich sie fallen lassen kann, ich habe natürlich nichts gehört und mit Gerten und Zügeln rumgewurschtelt. Marita und Anna-Lee haben es natürlich super flott gemacht und alle Gerten aus den Hütchen gezogen.


Am 8. Stopp mußten wir dann Sachen erriechen. Das erste war einfach- Zimt, den liebe ich. Dann Thymian, den hasse ich. Pferdemüsli ging auch noch, roch wie mein Nösenberger. Beim Knoblauchpulver hatte ich echt Probleme, ich wußte dass es weiß ist und immer im Gewürzstreuer klebt, fiel mir dann zum Glück noch ein. Das letzte war Getreide, da habe ich erst gar nichts gerochen, aber nachdem umgerührt wurde bekam ich es doch noch raus.

Den 9. Stopp hätten wir fast übersehen, da wir auf der Straße geritten sind und die Mädels im Wald saßen. Dort war ein Fragebogen auszufüllen. Sowas liebe ich ja, da kann ich meist alles. Hatte dann auch alle Punkte.

Leider ging es dann schon wieder in den Stall zurück, obwohl die Strecke von der Länge her super ist. Waren glaub 15km und eine Reitzeit von 4 Stunden.

Der vorletzte Stopp war wieder in der Halle, dort mußten wir mit einem Besen einen Ball durch ein Stangen L- manövrieren und am Ende in ein Tor schießen. Das L ging ja gut, nur ins Tor hat keiner von uns getroffen, der Ball kullerte grad mal 30cm . Lustig war auch, dass Pie, die ja normal Besen gar nicht mag, das echt brav gemacht hat und als Anna-Lee zum finalen Torschuß ausgeholt hat, hat sie Pie den Besen an den Kopf gehauen. Anna-Lee hat sich sowas von geärgert und ihr tat Pie so leid...

Beim 11. und letzten Stopp waren dann die Menschen gefragt. Erst einen Luftballon aufblasen, dann eine Schubkarre mit Heuballen über eine Wippe und um Pylonen herum fahren, dann parken und zwei leere Bierkästen nehmen und auf denen wechselweise vorlaufen, die dann nehmen, zur Schubkarre zurück und ab durchs Ziel. Marita und ich hatten so einen Zahn drauf, das die Heuballen bei der Zielstange in die Höhe hüpften. Danach brauchten wir eine Sauerstoffmaske

Kurz nach 13.00 luden wir unsere Pferde wieder ein und fuhren nach Hause. Da platze uns noch vom Auto der Benzinschlauch, aber zum Glück hatte Bernd einen Ersatz dabei und hat den am Erdbeerhof schnell ausgetauscht.



Um 17.00 Uhr gings zur Siegerehrung


Ich hatte Platz 29 und Anna-Lee Platz 36. Komischerweise wurde Marita nicht aufgerufen und zuerst haben wir uns tierisch gefreut, dass wir besser sind, was aber irgendwie unlogisch gewesen wäre (aber die Hoffnung stirbt zuletzt). Als Marita bei Platz 50 immer noch nicht dabei war kam es uns komisch vor und bei Platz 80 war uns klar, dass sie vergessen wurde. War dann auch so, das zwei Chicos dabei waren wurde Marita mit ihrem auf Platz 5 überlesen. Gab wieder Stallplaketen und für jeden schöne Geschenke. Ich bekam die grüne Bürste (die Anna-Lee eh wollte) und Anna-Lee ein Fußball Capi.

Hat jedenfall viel Spaß gemacht und Basti wird auch immer besser, diesmal fand sie es gar nicht mehr so schlimm, wenn Pie von ihr weg gegangen ist.


weitere Bilder sind auf der HP des Fotografen www.ruddel.org/Fotos/Galerie/1,000000047219,8,1 wobei hier auch nochmal ein Dank an den Fotografen geht, sonst hätten wir keine Bilder des tollen Rittes!


Wanderritt 16. August 2012- 18.08.2012
Juhu, nach 24 Jahren hat es endlich geklappt mein ziemlich spontaner Wanderritt. Auch diesmal wollte mir das Schicksaal den Ritt nicht gönnen und es kam allerlei dazwischen und da Basti wegen einem Hufabszess ausfiel, habe ich spontan Pie (pferd meiner Tochter) genommen. Eigentlich wollten wir am Donnerstag um 9.00 Uhr starten, aber es zog gerade eine gewaltige regenfront mit Unwetterwarnung über uns her, also haben wir die abgewartet und sind dann endlich um 11.00 Uhr bei leichtem Regen los.

Floh und Pie voll bepackt

Pie und ich


Dani packt noch die Reste ein

puuh.. Aufsteigen mit Gepäck ist eine Herausforderung, sogar auf der Aufsteigehilfe

Aufregung.....

der erste Meter ins Abenteuer... Dani hatte irgendwie die Hitze weg



und tschüss...wir sind dann mal weg


Richtung haben wir mal grob Ansbach eingeschlagen, da wir ja spontan mit Zelt und Zaun los sind. Zuerst mußten wir unter dem Zug und der B8 durchs Tunnel und dannach hat uns die nächste Regenfront erwischt, wir waren pitschnass- aber war egal. Allerdings haben wir wirklich den Plan verloren, wo wir geritten sind, da wir teilweise nichts sahen. Ab 14.00 Uhr lies dann der Regen nach und es kam auch warme Luft und so sind wir langsam abgetrocknet.

herrliche Aussicht hinter Emskirchen *oder so*


ich mit meinem Futzihut auf Pie

Dani auf Floh




Es ging dann durch einen herrlichen schluchtenreichen Wald und wir habens echt genossen.

wir sind also ziemlich ziellos berg auf und ab weitergeritten, irgendwann waren wir in einem etwas seltsamen Wald, durch den nur ein Hauptweg ging, die anderen Wege waren total verwuchert und kaum zu bereiten, zum Glück muß da ein O-Ritt stattgefunden haben, denn der Weg war mit blauen Bändeln markiert, denen sind wir gefolgt. Unterwegs trafen wir noch nette Leute vom Amt für Forsten die haben uns viel Spaß gewünscht- sag noch einer die hätten was gegen Reiter.
Als wir endlich aus dem Wald rauskamen, hat Dani sich fast schlapp gelacht, vor uns lag Haidt und genau der Weiher von ihrem Opa, da war klar, dass wir da um 16.30 Uhr unser erstes Lager aufschlagen. Geritten sind wir laut GPS 22km



geschafft.... erst mal Pause

und Dani beim Erholen

unser Zelt- Nachtlager ohne Isomatte

Floh mit ihrem tollen Adressschild am Halfter, die hab ich gemacht, falls uns die Pferde abhauen, damit die Leute wissen, wo sie anrufen sollen- wir haben uns schlapp gelacht

und da sind wir komplett in einen Lachkrampf verfallen, Flohs Ohren und das Schildchen

Pie wälzt sich erst mal

tzja,  dann mal Prost auf die erste Nacht... Selbstauslöserbilder, bin haben uns scheckig gelacht, weil Dani immer so rennen mußte

und noch eines....

Früh um 5.00 haben uns die Pferde dann geweckt, weil sie zum Zanken angefangen haben, dann mußten wir erst mal improvisieren und haben vom Weiher ein Flatterband gemopst und als Paddockabtrennung reingespannt, endlich Ruhe und wir konnten weiter schlafen. Uns hats Nachts total gefroren, weil alles klamm wurde und ohne Isomatte ist es nicht gerade angenehm. 

Früh um 10.00 gings weiter, haben beschlossen nach Dietersheim zu reiten, da hat Danielas Oma einen Weiher und wir können einen schönen Kringel reiten. Die Wege waren absolut traumhaft, nur blieben wir im Schritt, da Floh das klappernde Gepcäk nicht so mochte, außerdem wurde es ziemlich heiß, die 35 gemeldeten Grad hatten uns fast erreicht. Das lustige war, das wir an Tag 2 wirklich in Schweigen verfielen und jeder so seinen Gedanken nach gehangen ist, was wirklich schon meditativ ist. Man siehts auch auf dem Bild

was macht Dani da?



wir ritten dann über Unterulsenbach, Mettelaurach, Oberroßbach nach Beerbach. Das Dorf war lustig, da gabs überall Wassertonnen aus denen die Pferde trinken konnten, nur leider gabs nirgends eine Kneipe und wir mußten unser gefühlte 30° warmes Wasser trinken und sind vor Gier nach einem kühlen Radler fast umgekommen.

hier mein neidischer Blick

irgendwann hatten wir einen Zickzack wald erreicht, da gab es nur Haptwege die gingen ein Stück gerade aus, dann links oder recht und wir hätten eigentlich gerade durch gemußt, war nervid, zumal der wald ansich wirklich mit kilometerlangen grünen Maschendraht eingezäunt war, da muß einer sein Vermögen in *Zaun* angelegt haben. Irgendwann überquerten wir eine Straße und hatten leicht den Plan verloren wo wir sind, ich hab dann spontan ein Auto gestoppt, die Frau hat sich halb tot gelacht, als ich fragte wo wir hier sind.

Nach 19 km haben wir dann wieder so gegen 17.00 Uhr unser zweites Lager erreicht und haben Danis Oma angerufen, sie solle uns ein Radler bringen.
Im Aufbauen waren wir diesmal schnell, allerdings auch schon fauler, die Überplane vom Zelt haben wir weg gelassen. Lustigerweise kam Danis Opa mit, der hat uns dann gesagt wir müssen am nächsten tag unbedingt um 5.00 losreiten, weil so heiß werden soll, nicht das wir einen Sonnenstich bekommen ...

diesmal haben wir die Mädels gleich getrennt

Pies lustige Fliegenmütze, damit nicht immer jeder fragt ob das Pferd auch was sieht

und unser Karpfenbadeweiher... irgendwann sind einem Blutegel, Karpfen und Schlamm egal- schön kühl wars

und hier unser Chaos vorm Zelt, wir sind wirklich zusehends verwarlost. Nachst hab ich mich dann so dermaßen in den blöden Mumienschlafsack verdreht, dass ich mich nicht mehr bewegen konnte und ewig rumgezappelt habe, bis ich wieder frei kam. Wir schliefen ja mit Reithose und Regenjacke auf den Pads, war wirklich total unbequem und kalt und hart und ich hab sogar blaue Flecke am Bauch ...


Früh um 8.00 stand dann Danis Opa vor uns (der ist seit 20 Jahren nicht mehr Auto gefahren) nur um zu schauen ob wir schon weg sind, waren wir natürlich nicht, aber wir haben dann brav gepackt und sind schon vor 9.00 Uhr losgeritten. geplant war Mittagsstopp bei meiner Freundin in der Stöckacher Mühle, uns hats auf Schnitzel mit Pommes gegiert, da wir ja als Proviant nur Tuc Kekse, Bifi und Knäckebrot dabei hatten.

hier bitte den seltsamen Zuan im Hintergrund beachten
und ich hänge wieder meinen Gedanken nach

Danis Reitperspektive


Stoppelfeld kurz vor der Stöckacher Mühle, es wurde immer heißer und wir immer hungriger und durstiger


tzja und dann waren wir kurz nach 10.00 Uhr schon in der Stöckacher Mühle, kamen von hinten her und ich hab erst mal der nadine gerufen und mir kam ein völlig perplexer Thomas entgegen... Nadine hat sich total gefreut, wir bekamen auch prompt unsere kühlen Radler, nur kein Schnitzel, da Samstags erst um 16.00 Uhr geöffnet wird und die Kneipe verpachtet ist. Haben dann nett geplaudert und sind so gegen 11.00 Uhr losgeritten. Der Pommeshunger hat uns dann Richtung Rennhofen getrieben, mittlerweile wars irre heiß unsere Strecke natürlich im Freien und voll in der Sonne, die Pferde merkten den Heimweg und haben Gas gegeben, so waren wir um 14.00 Uhr in Rennhofen. Eigentlich wollten wir erst Sonntags da sein. Aber egal, wir bekamen unser Radler, die Pferde frisches Wasser, einen Schattenplatz und ich endlich mein Schnitzel mit Pommen ud Dani ihre Currywurst. Da wir wirklich nicht mehr weit von zuhause weg waren, haben wir beschlossen noch heim zu reiten, eine Übernachtung wäre etwas albern gewesen und Sonntag sollte es noch heißer werden. Leider haben wir vergessen von rennhofen Bilder zu machen, aber war wohl auch besser, wir waren total verschwitzt und echt am verlottern.
Dani ritt dann schon ohne Schuhe, weil sie neben zwei Zecken auch noch ein paar blöde Stiche hatte und einen geschwollenen Knöchel. Es war wirklich unerträglich heiß, aber die Pferde fit, die wollten heim.





ich hingegen hielt mich tapfer

Auf die letzten Kilometer wurde Pie total flott, zuvor lief sie nur Floh hinterher, die Pferde waren auch extrem cool, Straße, Dorf, alles kein Problem. Kurz vor Zuhause wären wir fast noch wegen einem Lachkrampf vorm Pferd gefallen, wir haben den ganzen Heimritt gesagt *ach wie schön ist Panama*, weil es uns wirklich fast vom Pferd gebrannt hat. Und kurz vor Hohholz kam uns eine Frau mit Strohhut und Strandmatte unterm Arm entgegen, wir sind abgebrochen *Panama erreicht*
Nach 68 km waren wir um 17.00 wieder Zuhause ... schön wars, das müssen wir öfters machen!
 
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